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5. November 2011 6 05 /11 /November /2011 22:43

Rasches Treiben herrschte auf dem Flur.

Langsam atmete sie tief ein und aus.

Panik und Angst kamen in ihr auf;

trotzdem umschloss ihre Hand die Klinke und sie trat ein.

Leise fiel die Tür hinter ihr ins Schloss.

 

Stille.

 

Stille, welche nur durch das summende Gerät links und das kurze Aufpiepen der Herzfrequenz übertönt wurde;

erdrückend.

Sie schlich näher ans Bett heran.

Wollte sie ihn wirklich sehen? Beschämt schloss sie ihre Augen.

 

Nein, sie konnte nicht!

 

Dennoch öffnete sie zögernd das eine und dann das andere Auge.

Sie schwankte; hielt sich an der Bettkante fest.

Ihre Augen füllten sich mit Tränen.                                                               Unknown-1

Friedlich, ja fast sorglos lag er da, 

umwickelt und verkabelt mit unzähligen Schläuchen;

verbunden mit Displays, welche ihre hellen Signale in das dunkle Zimmer strahlten.

Unsicher löste sie ihren Griff und ging um das Bett herum.

Sie nahm seine Hand. Sein Finger zuckte kurz auf.

"Psst! Es ist alles in Ordnung!", sanft redete sie auf ihn ein.

Die Liebe, mit der sie den Raum füllte,

mit der sie ihn ansah, half ihr;

half ihm.

Drei Tage lang hatte Funkstille geherrscht.

Er wollte sich selbst von der Welt verabschieden, sich bedanken, um frohen Herzens zu gehen.

Das Schicksal hatte er in die Hände eines Chirurgen gelegt, ihm anvertraut.

Es war beinahe geschafft, und doch nicht vollendet.

Das Spiel htte erst begonnen.

Sie drückte seine Hand etwas fester.

 

"Ich liebe dich!",

 

fast wie ein Lied, eine Melodie erhellten diese drei Wörter den leeren Raum.

Sie spürte, wie er ihre Hand umschloss und langsam, fast unsichtbar, kullerte eine

Träne seine Wange hinunter.

 

Die Hoffnung war geboren.

 

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4. November 2011 5 04 /11 /November /2011 20:21

Sie rannte so schnell sie konnte.

Schneller, immer schneller, doch sie blieb stehen.

Sie drehte sich um. Langsam zog sie den feinen Morgennebel

durch die Nase.

Sie torkelte, fiel, blieb liegen.

Ihr Atem wurde schwerer. Sie drehte sich zur Seite

und kroch näher zur Klippe, an der die Wellen sich

aufbäumten und zerschellten.

Ängstlich blickte sie zurück.

Hämisch lächelte sie und richtete ihren Blick wieder auf den Ho-

rizont.

Sie grinste in sich hinein; sie hatte es geschafft. Es gehörte ihr;

ihr allein.

Sorgfältig wickelte sie das zerknitterte Taschentuch auf.

Eine Böe strich ihr durch die Haare und ihr aschgrau und

braun gewordene weisse Kleid schien dem Wind folgen zu wollen;

 

Nur weg!

 

Stolz hielt sie sie in ihren verschrammten Händen, ihre grünen                 Favim.com-16724.jpg

Augen funkelten.

Die Nadel war dreckig; 

 

Egal; es war ihr egal.

 

Sie krempelte ihren Ärmel hoch. 

Wo? Wie immer.

Die frischen Schnitte leuchteten rot in der aufgehenden

Sonne.

Sie blickte in ihre Armbeuge.

Überlegen? Nein, sie war ein Mensch der Tat.

Es piekste nur kurz und langsam sickerte das Glück

durch ihre Haut, in ihr Blut,

in ihre Seele.

Sie richtete sich auf.

Und während sie die Sonne beobachtete hauchte

sie ein leises "Danke".

 

Dann liess sie sich fallen und als sie die

eiskalte Oberfläche durchstiess, hatte sie ihren Frieden 

endlich gefunden.

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3. November 2011 4 03 /11 /November /2011 16:21

There was a girl,

                       which learned to fly

 

But all she did,

                       it made her cry

 

Her blossom grew,

                       she flowered up

 

Then she stopped,

                       and lost her way

 

She saw no reason,

                       why she'd stay

 

She screamed for help, insecure,

                       but one noticed, that's for sure                                          Cherry-Blossom.jpg

 

Her beauty grew,

                       but didn't see

 

 

The helped saw and felt sad,

                       how it turned worse and bad

 

Her eyes filled with sorrow,

                       every day and every night

 

She had to go,

                       and win the fight

 

Beauty was the score,

                       You see

 

But all the things,

                       she had to reach

 

She had it all,

                       just to be

 

Be different then,

                       the others are

 

 

She just has to,

                       Yes she must

 

Open her jar,

                        full of trust

 

And beauty, fun,

                        and lot's of love

 

And in a medium,

                        far above

 

She'll see it too,

                        I know she will

 

She'll find her way,

                        I know it too

 

 

'Cause I know you are wonderful... 

 

 

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26. Oktober 2011 3 26 /10 /Oktober /2011 18:49

Eine sanfte Brise liess die Blätter im gelben Sonnenlicht tanzen.

Er spürte nicht, wie ihm der Wind über die Haare streichelte, er fühlte nichts.

Eingeschlossen in der Ungewissheit, einem Raum ohne Tür, ohne Fenster.

Irritiert drehte er sich um.

Er blickte zurück, sah seine Fussstapfen im Sand, welche, Welle um Welle, verschwanden.

Kühles Wasser spielte mit seinen nackten Zehen. Der Leuchtturm

blinkte auf.

 

Wo war er?5220718733_22a2ecbae1.jpg

 

Er schloss die Augen.

 

Wer war er?

 

Leise näherten sich Schritte. Durch sein leicht geöffnetes Anlitz

sah er sie, wie sie mit wehenden Haaren, schüchtern, fast

schon zaghaft, auf ihn zuschritt. ,"Du bist weggelaufen."

Unsicher stand sie hinter ihm. Er senkte den Kopf und wandte

sich ihr zu.

Er hob den Blick und sah in ihre mit Sorge gefüllten Augen.

"Ja." Beschämt sah sie zu Boden und kaum hörbar flüsterte sie:  

"Wieso?"

Dieses Wort, diese Frage oder war es die Art und Weise, wie sie

es aussprach; er wusste es nicht, doch es hatte ihn erschaudern lassen, nur kurz ; er fror.

Er öffnete seinen Mund, seine Stimmbänder zitterten, holte Luft ;

ganz tief.

Er schaffte es nicht. Die Worte blieben ihm in der Seele 

stecken.

Sie sassen so weit unten, verankert in seinen Eingeweiden, die be-

gonnen hatten sich umzudrehen.

Langsam krochen Zweifel die Speiseröhre hinauf.

Er unterdrückte die aufsteigende Übelkeit ; er schwankte.

 

Hilfe!

 

Eine Träne rann ihre Wange herunter.

Er wischte sie weg.

"Ich habe viele, viele Fehler gemacht."

Sie erwiderte seinen unsicheren Blick.

Hastig zog er an seiner Zigarette und hauchte eine unförmige Rauchwolke in die Luft...

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